von Petra » So 12. Jun 2011, 22:17
Hallo zusammen,
ja Britti, in der Tat hat mich das Buch gewiss mehr angerührt, durch meine persönlichen Erlebnisse mit dem Hausverkauf, als andere. Das glaube ich auch. Interessant ist es aber auch für andere. Steffi und Maria hatten mich ja überhaupt erst auf das Buch gebracht, weil es ihnen so ausnehmend gut gefallen hat (wie auch andere Bücher des Autors). Aber dieser spezielle Punkt hat es für mich nochmal eindringlicher gemacht. Ein ganz komisches und so authentisches Lesegefühl.
Authentizität ist aber generell eine Stärke O'Nans. Er konnte sich selbst in den Hund einfühlen, als sei es kein Problem in diese Rolle zu schlüpfen. Ein ausgesprochen guter Beobachter. Er hat auch selbst einen Hund; dem hat er das Buch ja liebenswerter Weise gewidmet.
Dass er Jahre später eine seiner Figuren aus dem Roman noch mal aufgreift, finde ich auch klasse. Ich freue mich sehr auf das Wiedersehen, und darauf, auch von den anderen dadurch mehr zu erfahren.
Steffi und Maria, das freut mich sehr, dass ich mit meinen abschließenden Eindrücken das Buch noch mal gut beschreiben konnte. Ich bin sehr froh, dass ich den Tipp von Euch aufgenommen habe, trotz dass ich mit O'Nan meine Startschwierigkeiten ("Letzte Nacht") hatte.
Danke für Eure Meinung zu dem Harry Potter-Thema darin. Ich sehe es auch so wie Ihr. Es ist frech, aber völlig legitim. Er statt eine seiner Figuren mit dieser Meinung über das Buch aus. Da ist nichts gegen zu sagen. Eigentlich.
Übrigens gibt es etwas ähnliches in Leon de Winters "Leo Kaplan" sein Leo Kaplan selbst ist ja Schriftsteller. Und er hat eine sehr schlechte Meinung über seinen Schriftsteller-Kollegen Harry Mulisch. Fast hat man den Eindruck, dass er eine privaten Krieg gegen ihn führt. Jedenfalls kommt eines seiner Bücher (ich glaube es ist "Die Entdeckung des Himmels") sehr schlecht weg.
Britti, was Du zu "Ausnahme" schreibst, ging mir auch so. Diese Szene mit Anne Lise beim Chor ist wirklich sehr spannend. Und die Einschübe über die Genozide und die psychologischen Hintergründe lesen sich genauso spannend, nicht wahr? Unfassbar, und scheinbar auch so erschreckend simpel.