Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Petra » Mi 16. Nov 2011, 11:40

Hallo zusammen,

mit „Die Liebeshandlung“ von Jeffrey Eugenides bin ich seit vorgestern durch. Auch abschließend hat es mir ausgezeichnet gefallen. Es ist in jedem Fall eines meiner Jahreshighlights. Mal sehen, ob ich die nächsten Tage noch zu einer Rezension komme.

Gestern habe ich dann erst mal in meinem ebook weiter gelesen, da ich mich auf die Schnelle nicht für was neues entscheiden konnte. Was wieder für schöne und anrührende Szenen, die Charles Dickens da schildert. Der kleine David hat zu Hause eine schwere Zeit durchgemacht, und sich gern in die Welt der Bücher geflüchtet. „Robinson Crusoe“ oder aber am liebsten in die Romane von Smollett. Von Smolletts Helden hat es David Copperfield offenbar am meisten Peregrine Pickle angetan. Mich hat das zu weiteren Nachforschungen verleitet, mit dem Ergebnis, dass ich mich für Tobias Smolletts Romane durchaus interessieren könnte.

Gestern vor dem zu Bett gehen habe ich mich dann aber doch noch für ein neues Buch entschieden. Ich hatte mir kürzlich einige Romantic Thriller von Mary Roberts Rinehart bestellt. Für einen von ihnen habe ich mich entschieden: „Die Wand“, aus dem Jahr 1938. Der Herbst ist für mich immer die Zeit, in der ich Lust auf solche Krimi-Klassiker habe. Und genau diese Lust überfiel mich gestern. Da dachte ich mir, dass ich ihr unbedingt nachgeben sollte. „Die Wand“ las sich schon interessant an. Ich bin noch nicht weit gekommen, aber die ersten Seiten haben mich bereits auf dem Landsitz auf Rock Island, Nahe der Küste von Neuengland herumgeführt, und mir die Eigentümerin eines der Häuser auf der Insel bekannt gemacht. Gefällt mir, und ich hoffe das bleibt so. Es ist mein zweiter Versuch mit Mary Roberts Rinehart. Mein erster war „Die Wendeltreppe“, allerdings als Hörbuch. Mir war die Geschichte irgendwann zu wirr und fesselte mich, wider meiner Erwartung, auch leider gar nicht. Ich zog allerdings in Erwägung, dass es auch daran liegen könnte, dass es ein Hörbuch war. Hätte ich es selbst gelesen, hätte es vielleicht anders auf mich wirken können. So möchte ich dieser Autorin unbedingt noch mal eine Chance geben. Und auf den ersten Blick scheint sich die sehr zu lohnen. Schön, dass ich noch ein neues Exemplar aus der leider ja eingestellten DuMonts Kriminal-Bibliothek ergattert habe. Ich liebe allein schon die Gestaltung. Das Cover versetzt mich genau in die richtige Stimmung.

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@Alle: Schöne Sachen lest Ihr alle derzeit. Ich folgen Euren Berichten mit Interesse! Schön, dass Ihr so fleißig berichtet.

@Bonny: Ich kenne das: Man quält sich durch ein Buch, oder weiß zumindest, dass man schon besseres gelesen hat, oder aber einer Art von Büchern (so wie Du in dem Fall) entwachsen ist, und trotzdem scheut man sich, es abzubrechen. Man sieht die schon gelesenen Seiten vor sich, und will nicht aufgeben. Ich kann Dich da sehr gut verstehen, auch wenn ich es inzwischen geschafft habe, mich von diesem (manchmal falschen) Ehrgeiz zu lösen. Der Gedanke, dass ich noch weitere Zeit verschwende, an ein Buch, das mich nicht fesselt oder überzeugt, schmerzt mehr als die schon gelesenen Seiten. Ich bin froh, dass ich das inzwischen viel, viel besser kann als früher. Denn wenn ich all die Bücher betrachte, die ich noch so gern lesen möchte, dann weiß ich, dass sie nie reichen wird. Und so möchte ich sie auch nicht an ein Buch verschwenden, was mich nicht wirklich fesselt. Vielleicht hilft Dir dieser Gedanke, wenn Du ihn in die Waagschale wirfst. Bei mir war das der ausschlaggebende Aspekt, ein Buch (auch wenn ich schon sehr weit bin) vorzeitig abzubrechen.
Liebe Grüße,
Petra


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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon JMaria » Mi 16. Nov 2011, 14:55

Hallo Petra,

dann wünsche ich dir, dass du mit der "Wand" besser zurande kommst als mit der "Wendeltreppe" . Ich habe beides gelesen und bin mit beiden Büchern gut klar gekommen. Ich mag ja diesen alten Stil des Miträtselns. (Obwohl ich das nie bewußt tue, ich nehme mehr die Atmosphäre in mir auf)

:-)
Schöne Grüße, Maria
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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Bonny » Mi 16. Nov 2011, 16:22

JMaria hat geschrieben:
YvonneS hat geschrieben:

ich habe "Geisterfjord" von Yrsa Sigurdardottir schon vor wenigen Tagen beendet. Einige von euch waren an meiner Meinung zu dem Buch interessiert, sodass ich mich mit der Rezension beeilt habe und sie unterdessen auf meinem Blog veröffentlich habe. Wer möchte, schaut mal :arrow: hier rein.



Hallo Yvonne,

eigentlich hatte ich das Buch bereits wieder von meiner Merkliste. Du machst es mir echt schwer :mrgreen:


Liebe Maria,

warte doch noch ein bisschen bis ich das Buch auch gelesen habe und dir vielleicht auch noch den Mund wässrig mache, dann fällt's dir noch schwerer... ;)

@ Petra
Vielen Dank für deine lieben Worte! Ich kann alles, was du schreibst, sehr gut nachvollziehen und finde es auch richtig. Trotzdem bringe ich es (noch) nicht über mich, das Buch wegzulegen, vielleicht auch, weil es ein Stück weit Erinnerung ist, da ich solche Literatur früher verschlungen habe... und ein bisschen würde ich es für mich auch als Niederlage betrachten, ein Buch nicht "geschafft" zu haben... obwohl das natürlich Quatsch ist, ich weiß :). Ich denke aber, ich werde es in den nächsten Tagen fertiglesen, denn im Grunde liest es sich gar nicht so schlecht, wenn ich mal dran bin, es ist mir nur von der Handlung her einfach etwas zu überzogen und übertrieben.

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Spaß mit deinem Herbst-Romantic-Krimi!
Liebe Grüße,
Sabine

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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon SilkeS. » Mi 16. Nov 2011, 17:54

Petra hat geschrieben:Gestern vor dem zu Bett gehen habe ich mich dann aber doch noch für ein neues Buch entschieden. Ich hatte mir kürzlich einige Romantic Thriller von Mary Roberts Rinehart bestellt. Für einen von ihnen habe ich mich entschieden: „Die Wand“, aus dem Jahr 1938. Der Herbst ist für mich immer die Zeit, in der ich Lust auf solche Krimi-Klassiker habe. Und genau diese Lust überfiel mich gestern. Da dachte ich mir, dass ich ihr unbedingt nachgeben sollte. „Die Wand“ las sich schon interessant an. Ich bin noch nicht weit gekommen, aber die ersten Seiten haben mich bereits auf dem Landsitz auf Rock Island, Nahe der Küste von Neuengland herumgeführt, und mir die Eigentümerin eines der Häuser auf der Insel bekannt gemacht. Gefällt mir, und ich hoffe das bleibt so. Es ist mein zweiter Versuch mit Mary Roberts Rinehart. Mein erster war „Die Wendeltreppe“, allerdings als Hörbuch. Mir war die Geschichte irgendwann zu wirr und fesselte mich, wider meiner Erwartung, auch leider gar nicht. Ich zog allerdings in Erwägung, dass es auch daran liegen könnte, dass es ein Hörbuch war. Hätte ich es selbst gelesen, hätte es vielleicht anders auf mich wirken können. So möchte ich dieser Autorin unbedingt noch mal eine Chance geben. Und auf den ersten Blick scheint sich die sehr zu lohnen. Schön, dass ich noch ein neues Exemplar aus der leider ja eingestellten DuMonts Kriminal-Bibliothek ergattert habe. Ich liebe allein schon die Gestaltung. Das Cover versetzt mich genau in die richtige Stimmung.

Bild


Hallo Petra!

Klingt nach etwas, was mir gefallen könnte.
Sind das Rätselskrimis??, weil JMaria ja schreibt
Ich mag ja diesen alten Stil des Miträtselns.


Gruß SilkeS.
SilkeS.
 
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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Turni » Mi 16. Nov 2011, 20:28

Ich lese gerade Irrsinn von Dean Koontz. Ich dachte, es wäre ein Thriller, aber von Nervenkitzel keine Spur. Vielleicht sollen eklige "Bilder" wie eine angenagelt Hand, Angelhaken an der Stirn oder Hände im Gefrierschrank Nervenkitzel hervorrufen?

Von mir bekommt das Buch ein geht so. :|
Ending a novel is almost like putting a child to sleep—it can't be done abruptly.

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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon steffi » Do 17. Nov 2011, 09:38

@Petra: Viel Spaß mit "Der Wand". Ich habe ja nun schon drei von Rineharts Krimis gelesen: The Circular Staircase und The Man from Lower Ten haben mit beide sehr gefallen, ein bißchen verzwickt sind beide, aber mit nettem, altmodischem Charme. Miträtseln kann man auch sehr gut. Nicht so überzeugt hat mich "Tish", darin sind drei Kurzgeschichten enthalten, es sind keine richtigen Krimis sondern eher mysteriöse Geschichtchen mit drei ältlichen Ladys als Hauptpersonen, die ziemlich durchgedreht (vor allem Tish) sind. Ich fands nicht spannend genug und die Personen zu überzogen - kann mir aber vorstellen, dass das damals schon gut ankam.

@Bonny: Ja, ich finde auch, das Schlimmste ist, wenn das Buch nicht so schlecht ist, dass man es gleich weglegen möchte, aber doch nicht so gut, dass es einen fesselt. In diesem Fall lese ich auch weiter, ich kann dich da gut verstehen.

Ich habe mit Terror von San Simmons angefangen. Wieder ein historischer Roman in Richtung fiktionale Biografie. Auf der Suche nach der Nordwestpassage bleiben zwei Schiffe (Erebus und Terror) unter dem Kommando von Sir John Franklin im Eis stecken. Erzählt wird aus der Sicht von drei Personen, Franklin, dem Schiffsarzt Goodsir und dem Kapitän der Terror, Crozier. Beides sehr unterschiedliche Menschen, was die Sichtweise sehr spannend macht. Franklin ist der typische viktorianische, steife Engländer, distanziert und da er der Ranghöchste ist, weiß er auch alles besser. Crozier hat eine humanistische Seite, er ist eher der Praktiker und hängt keinen Idealen nach. Goodsir eine typische Landratte, unsicher, unbeholfen und naiv.
Sehr gut gefällt mir außerdem, dass das ewige Eis mit gewissen Horrorelementen geschildert wird - gerade hat eine riesenhafte Gestalt aus Eis mit Pranken einen Seemann getötet. Naja, ich kann mir gut vorstellen, dass nach Monaten des Eingeschlossenseins solche Bilder entstehen können. Einzig weiß ich nicht, ob es gut ist, das Buch zu dieser Jahreszeit zu lesen, denn es ist kalt, schweinekalt dort !
Gruss von Steffi

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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Bonny » Do 17. Nov 2011, 13:08

steffi hat geschrieben:@Bonny: Ja, ich finde auch, das Schlimmste ist, wenn das Buch nicht so schlecht ist, dass man es gleich weglegen möchte, aber doch nicht so gut, dass es einen fesselt. In diesem Fall lese ich auch weiter, ich kann dich da gut verstehen.

:) Du hast es genau erfasst!

steffi hat geschrieben:Einzig weiß ich nicht, ob es gut ist, das Buch zu dieser Jahreszeit zu lesen, denn es ist kalt, schweinekalt dort !

Also, ich kann mich eigentlich immer besser in Situationen hineinversetzen, wenn die Jahreszeit im Buch der Jahreszeit entspricht, die ich sehe, wenn ich aus dem Fenster schaue... und so langsam wird es ja doch ein bisschen kälter hier, zumindest haben wir schon Nachtfrost ;)

Ansonsten klingt das Buch sehr interessant. Ich würde mich freuen, wenn du ein bisschen weiter berichtest.
Liebe Grüße,
Sabine

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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon JMaria » Do 17. Nov 2011, 14:32

Bonny hat geschrieben:["Geisterfjord" von Yrsa Sigurdardottir
Liebe Maria,

warte doch noch ein bisschen bis ich das Buch auch gelesen habe und dir vielleicht auch noch den Mund wässrig mache, dann fällt's dir noch schwerer... ;)


Ich komme auf dein Angebot sicherlich zurück :mrgreen:
Schöne Grüße, Maria
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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Petra » Do 17. Nov 2011, 16:57

Hallo zusammen,

ich habe mich schön in Mary Roberts Rineharts „Die Wand“ eingelesen. Die Atmosphäre gefällt mir sehr: Der Landsitz auf Rock Island, direkt am Meer, verströmt eine wunderbare Atmosphäre. Die Beschreibung der Räume, der einzelnen Etagen, die Szenen am Kamin oder in der Bibliothek… das lasse ich mir um diese Jahreszeit einfach allzu gern gefallen. Und der Kriminalfall kommt auch langsam ins Rollen. Und eine wirklich amüsante Szene hatte ich auch schon. Zudem die Hoffnung auf zarte Liebesbande. Das ist wirklich fein. Dazu das schöne Cover – ich bin richtig in Landhaus-Krimi-Stimmung.

Maria, ich liebe sie auch, diese Krimis im alten Stil zum miträtseln (ja Silke, es gibt in dem Buch viele Verdächtige – viele könnten einen Grund haben, den Mord begangen zu haben). Es freut mich zu hören, dass Dir beide („Die Wendeltreppe“ und „Die Wand“) gefallen haben. Ich vermute auch inzwischen stark, dass die Kürzungen im Hörbuch schuld sein könnten, dass es verwirrend für mich war. In einer Kunden-Rezension zum Hörbuch habe ich gelesen, dass die Sprecherin es dem Hörer viel zu schnell heruntergeleiert hat, und er kaum 5 Minuten am Stück zuhören konnte, obwohl er das Buch bereits kannte. Mir kam die Handlung auch so Schlag auf Schlag vor. Vielleicht fehlen aber die Elemente, die das Tempo ein wenig herausgenommen haben, bzw. auch helfen, den roten Faden zu behalten. Da ich überhaupt nichts von dem Hörbuch kapiert habe, käme für mich irgendwann dieser Krimi als Buch noch mal in Frage, wo ich von Dir nun weiß, dass Du das ähnlich einstufst, wie „Die Wand“. Denn das gefällt mir wirklich bisher sehr gut.

Steffi, Deine Beschreibungen der von Dir gelesenen Rinehart-Krimis haben mir Freude gemacht. Ich empfinde es auch so, dass die Krimis Charme haben. Der kam beim Hörbuch zu „Die Wendeltreppe“ nicht so rüber, wie jetzt beim lesen von „Die Wand“. Ich genieße es, und habe nun auch sehr viel Lust auf weiteres von ihr. Schön, dass ich da noch einen kleinen Vorrat habe. :-)

Was „Tish“ angeht, bist Du ja etwas zwiespältig. Aber da es das nur im Original zu geben scheint, werde ich es eh nicht lesen. Zu überzogene Charaktere mag ich auch nicht – nur in Ausnahmen: so z. B. bei Charlotte MacLeod, weil es so fein und liebevoll gemacht ist.

@Steffi: Und noch zu Deinem Buch von Dan Simmons. „Terror“ hört sich auch klasse an. Scheint wieder sehr interessant, und zudem lebhaft und toll erzählt. Ich meine es mir in etwa vorstellen zu können. Danke für Deine Beschreibung und viel Vergnügen damit! Ich hoffe auf eine Hörbuch-Umsetzung, wo mir doch sein „Drood“ gerade so gut gefällt! Mir scheint, dass seine überbordenden Geschichten sich zum Hörbuch gut eignen.

Ich schließe mich Bonny an: Ich weiß auch sehr gut was Du meinst, wenn Du bezweifelst, ob derzeit die richtige Jahreszeit für das Buch ist. Ich freue mich auch schon auf so viele Bücher, in denen es eiskalt ist. Aber die kann ich erst lesen, wenn hier auch richtig Winter ist. Sonst bedeutet das für mich, dass ich die Atmosphäre nicht so genießen kann, wie ich gerne möchte. Das täte mir dann zu leid. Auch wenn ich schon nervös nach draußen blicke, denn es ist in einem Monat schon Weihnachten, und es ist immer noch heiterer Sonnenschein. :mrgreen:
Der Winter kann aber eh nicht lang genug sein, für all die schönen Winter-Bücher, auf die ich mich schon vorfreue.

@Yvonne: Ich habe nun auch Deine Rezension zu "Geisterfjord" von Yrsa Sigurdardottir gelesen. Damit konnte ich sehr viel anfangen. Ich habe nun das Gefühl, in etwa zu wissen, was mich bei dem Buch erwarten würde. Danke für die ausführliche Rezension, und den Link dorthin. Ich finde Deinen Blog ganz, ganz toll, und hoffe, dass Du uns noch ganz vieles hier verlinkst, damit wir nichts verpassen!

@Bonny: Ich habe vollstes Verständnis für Dich! Und insbesondere, wenn es ein Fall ist, wie der, den Steffi beschrieb: Das Buch ist nicht so schlecht, dass man es unbedingt abbrechen muss, aber es fesselt einen auch nicht wirklich. Dann wird es umso schwieriger. Zum Glück kann ich das inzwischen recht gut. Aber ich verstehe auch total, wenn es jemandem sehr schwer fällt oder einem sogar unmöglich ist. Ging mir früher ja selbst gar nicht anders. Ich hatte auch das Gefühl, zu scheitern, wenn ich ein Buch nicht zu Ende bringe. Ich konnte das für mich zum Glück umkehren. Ich halte es mittlerweile für eine Stärke, wenn ich nicht jedem Autor bis zu Ende zuhöre, obwohl es mich nicht fesselt. Aber ich bin andersherum auch froh, dass ich meistens nicht allzu schnell aufgebe. Fazit: Setz Dich nicht unter Druck – nicht in die ein, und nicht in die andere Richtung. Du machst das schon genau richtig! :-)
Liebe Grüße,
Petra


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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon steffi » Mo 21. Nov 2011, 10:42

@Petra: Es freut mich, dass du dich nun doch mit einem Mary-Rinehart-Krimi anfreunden konntest, hört sich auch wirklich gut an !

Zu schnell, um in meiner Signatur zu landen, war ich mit Siegfried Lenz: Die Maske. Kleine Erzählungen, von denen mir die letzte, eine Geschichte über den Sohn des Schriftstellers, am besten gefallen hat. Wie immer berührt mich der behutsame und zurückhaltende Stil von Lenz, wie er mit wenigen Worten eine Tiefe schaffen kann. Und doch schwingt ein bißchen Versöhnlichkeit mit und die Verzweiflung, den Drang nach Veränderungen, die man in manchen seiner Werke so intensiv spürt, ist nicht mehr so groß. Das passt zu seinem Alter und ich finde es großartig, wie man ihn doch immer in seinen Geschichten wiederfinden kann.
Gruss von Steffi

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