von Momo111 » So 4. Nov 2012, 17:20
So, ich habe das Buch nun durch und ich muss sagen, dass der literarische Ausdruck super ist. Ich gebe nur dem Ausdruck alleine zehn von zehn Punkten.
Was der Inhalt betrifft, so frage ich mich wiederholt, ob die Autorin nicht auch Biografisches in dem Werk hat einfließen lassen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass man diese Schwere an Gedanken und Erlebnissen erfinden kann, ohne sie selbst erlebt zu haben... .
Ich werde nachher in meinem Blog schreiben.
In dem Schluss kam ein so schönes Zitat, mit dem man glaubt, dass Veronica sich durch die nächste Generation mit ihrem Schicksal, Mitglied einer Großfamilie zu sein und all den schweren Ereignisse, ausgesöhnt hat.
Veronica zieht sich in ein Hotel zurück, auch fern von ihren Kindern, zwei Töchter, als fließe sie vor ihnen und sie schließlich merkt, dass es gar nicht möglich ist, ihre Kinder zurückzulassen, da sie in Gedanken immer bei ihr sind und spürt im Bett das seidige Haar ihrer Tochter und macht plötzlich folgene Erkenntnis:
"Was für ein großartiger und leiser Sieg es ist, meine Kinder in der Welt zu haben."
Eine höhere Wertschätzung kann es gar nicht mehr geben den Kindern gegenüber, sich selbst gegenüber.
Zum Schluss, nachdem Veronica nun ihre Geschichte erzählt hat und sie damit verarbeitet hat, sich mit ihrem Leben ausgesöhnt hat, gibt sie zu erkennen, dass sie gar kein anderes Schicksal haben wolle, sie wolle kein anderes Leben, keine andere Familie, keinen anderen Ehemann... .
Vielleicht sind wir Menschen auf der Welt, um genau dieses Leben zu leben, das wir leben, um daraus Erkenntnisse zu machen.
So, alles weitere bespreche ich in meinem Blog, kopiere mir auch diesen Text hier dort rüber... .
P.S. Ab Seite 300 bekommt man doch ein wenig von der Trauerfeier mit den anderen Angehörigen mit, das sind aber nur kurze Ausschnitte gewesen.