Hallo zusammen,
es gibt zu Euren Posting wieder so einiges zu sagen:
Die Sternchenvergabe bei den Rezensionen. Da bin ich immer noch nicht ganz zufrieden. Denn eigentlich geht es mir auch so wie Dir, Binchen, dass mir das Thermometer bei der Krimicouch gut gefällt. Man kann damit genauere/feinere Differenzierungen machen als mit einer Höchpunktzahl von 5 (oder wie ich es bis Ende 2009 gemacht habe: max. 4). Somit überlege ich weiterhin wie ich das anders machen könnte mit meiner Bewertungsskala. Für Ideen bin ich offen. Und ich denke auch selbst noch mal gründlich darüber nach.
Doris, vielen Dank dass Du die Sternchenvergabe (max. 5) noch ergänzt hast. So kann ich mir viel besser vorstellen, wie gut (also in den Abstufungen) Dir ein Buch gefallen hat!

Binchen, wie ich in Deiner Signatur lese, bist Du mit "Das gefrorene Licht" durch. Da Du mich überaus neugierig darauf gemacht hast (und Martina mir beim Buecher4um-Treffen auch noch den ebenfalls interessant klingenden ersten Band von Yrsa Sigurðardóttir unter die Nase gehalten hat *g*), bin ich sehr gespannt wie es Dir abschließend gefallen hat. Bitte berichte, ja?
Ich würde ja gern mal was lesen, das in Island spielt. Zumal Ayhan & ich letztens so einen interessanten Bericht im Fernsehen gesehen haben über Island. Da ist so richtige Island-Stimmung bei mir aufgekommen! (Und der Preis für die - wirklich schön gestalteten und qualitativ sehr guten - TBs so günstig ist mit seinen 7,95 €.)
Trixie, wie hat Dir der Roman von Barbara Michaels abschließend gefallen? Ich habe früher mal zwei von ihren Mystery-Thrillern gelesen. Waren auch so richtige Kuschel-Lese-Abende-Bücher!

Josie, Deine abschließenden Eindrücke zu "Der Schatten des Windes" habe ich mit großem Interesse gelesen! Und Deine Eindrücke decken sich wirklich sehr mit meinen. Trotz des Hängers (weil es eben so langsam erzählt ist) hat es mir nachhaltig sehr gut gefallen. Diese kleine Durststrecke gehört im Grunde zu dem Buch dazu. Denn schneller erzählt wäre es dann doch nicht mehr das gewesen was es ist. Ich habe auch nicht bereut, durchgehalten zu haben. Aber ich finde nach wie vor: Vor dieser Durststrecke sollte man den geneigten Leser warnen.
Über den Schluss der Geschichte weiß ich nicht mehr genug - es ist zu lange her. So kann ich nicht mehr viel zu Deinen Gedanken dazu sagen. Fand sie aber interessant zu lesen. Ein bisschen aufgefrischt wurde meine Leseerinnerung dadurch wieder.
Übrigens: Es gibt ein Buch, das mir noch viel besser gefällt als "Der Schatten des Windes". Es geht da ebenfalls um Bücher und Verschwörungen. Und es ist ebenfalls von einem Spanier geschrieben. Es ist eines meiner Lieblingsbücher und heißt: "Der Club Dumas" und ist von Arturo Perez-Reverte. Eine echte Empfehlung!

(Hier meine
Rezension. Leider war ich damals noch nicht so geübt im Rezensionen schreiben. Heute hätte ich darüber detailierter berichten können. Aber ich hoffe und denke sie macht trotzdem Lust.)
Dass Dir im Anschluss an Carlos Ruìz Zafón Dean Koontz zu schlecht war (vom Erzählstil her), kann ich absolut verstehen! Das ist danach ein wahrer Kulturschock!
Aber mit Charlotte MacLeods Peter Shandy hattest Du sicher ein schönes Kontrastprogramm - oder hast es noch. Wie weit bist Du mit "Wenn der Wetterhahn kräht"?
Rachel, Dein Vorhaben wieder mehr Bücher deutscher Autoren zu lesen, finde ich nicht schlecht! Diese Phase hatte ich letztes Jahr auch, als ich literarisch allzu viel herumgekommen war. Ich wollte mich mal wieder in der Heimat herumtreiben. Und dabei stieß ich u. a. ja auf Hans Werner Kettenbach ("Glatteis" hatte mir ja sehr, sehr gut gefallen!) und habe damit für mich eine wirkliche Entdeckung gemacht, die ich nicht missen möchte. Auch von Borger & Straub hatte ich dann mal wieder was gelesen. Mir hatte es jedenfalls literarisch in Deutschland sehr gut gefallen und ich habe vor, unser eigenes Land literarisch nie mehr so ganz zu vernachlässigen. Einfach weil es darunter wirklich gute Autoren gibt! Warum (immer) in die Ferne schweifen...
... schönes Vorhaben - und ich bin sehr interessiert an Deinen Leseerlebnissen.
Auf "Die Buchhandlung" von Penelope Fitzgerald freue ich mich nun noch mehr, da Du so begeistert davon geschrieben hast, Rachel. Ich habe es in meinem SUB. Hätte ich es nicht, könnte ich nicht widerstehen es zu kaufen - zumal für den wirklich geringen Preis!
Maria, Deine Eindrücke zu Camus' "Die Pest" habe ich mit großem Interesse gelesen. Ich kenne von Camus ja bereits "Der Fremde" und "Der Fall". Beide sehr interessant - besonders "Der Fremde" hatte es mir angetan. Diese andere Sichtweise auf unsere Existenz. Wenn man nicht urteilt und wertet was gut und richtig ist oder böse und falsch, dann werden Moral und Gesetze aus den Angeln gehoben. Moral,... da gibt es dann eine tolle Szene, in der man sich mit dem Protagonisten gemeinsam fragt, WER hier eigentlich unmoralisch ist... ach... ich werde dieses Hör-Erlebnis nie vergessen! Und bin in dem Fall auch wirklich froh es GEHÖRT und nicht GELESEN zu haben. Denn ich glaube, dass mir der Sprecher (Ulrich Mattes) hier noch von seinem tiefen Verständnis für Camus' Sichtweise vieles weitergeben hat! Wer weiß ob es sonst so nahe an mich herangekommen wäre. "Die Pest" habe ich noch vor mir - ebenfalls als Hörbuch, gelesen von Ulrich Mattes. Vielleicht können wir uns bald über den Stoff austauschen.
Dana, da bist Du also mit der Serie von Anne George gut bei - kennst die vorherigen Bände also auch. Danke für Deine Gedanken zu den Büchern, so kann ich mir ein Bild davon machen. Übrigens: Minck & Minck habe ich auch noch zu Hause. Aber bin da noch nicht zum lesen gekommen.
Doris, Deine beiden Krimis hören sich gut an. Besonders aber "Die verrückten Flanagans" - zumal Du Dir im Stillen für das Buch bereits einen Platz bei den Jahreshighlights vorgemerkt hast! Wenn das mal nicht vielversprechend klingt! Werde ich mal reinlesen. Danke auch für die schöne Rezension - so kann man sich das Buch noch besser vorstellen.
Steffi, Herta Müller wird immer interessanter für mich! Ein reinlesen in "Atemschaukel" gefiel mir schon so ausgesprochen gut! Es hat mich sehr berührt - auf eine eigenartige Weise. Von ihrer eigenartigen Weise erzählst Du uns hier auch. Habe vielen Dank für die zitierte Stelle, durch die ich mir "Herztier" besser vorstellen kann. Mich spricht das ungemein an. Und ich wäre gespannt darauf, ob ich da auch so eine Distanz empfinden würde. Mir kommt dieser Auszug direkt sehr nahe. Auf eine vielleicht unpersönliche Weise. Weil die Großmütter ja austauschbar sind. Sie werden nicht näher beschrieben. Aber wie Du so (wirklich treffend) geschrieben hast: Es werden ganze Geschichten durch einzelne Sätze und Wörter erzählt.
Ich denke auch, dass man sehr in der Stimmung sein muss um sich auf diese Erzählweise einlassen zu können. Aber ich bin mir für mich einmal mehr sicher, dass es sich für mich lohnt und ich das versuchen sollte! Danke für diese Eindrücke Steffi!
Silke, "Die Stadt der träumenden Bücher" habe ich mal als Hörbuch gehört. Das ist doch das Buch von Moers, in dem auch die Szene mit den
100 Seiten Lanzenpflege enthalten ist, nicht wahr? Nee, was habe ich über diese Stelle gelacht! Viel Spaß noch mit dem Buch!
