Hallo zusammen,
ja Maria, ich habe mir die Neuübersetzung von William Faulkners "Licht im August" gekauft. Die alte Übersetzung ist nur als gebrauchtes Buch zu bekommen und denen stehe ich ja etwas verhalten gegenüber, falls es kein wirklich einwandfreies Exemplar ist. Ich bin schon gespannt wie die Neuübersetzung auf mich wirkt. Denn mir geht es ja auch eher so, dass ich eine leicht antiquierte Sprache einer zu modernen bei Klassikern vorziehe. Allerdings fand ich das reinlesen in die Neuübersetzung nicht abschreckend. Wenn mir im Vergleich (Du hast ja so einen schönen Vergleich im Faulkner-Thread gepostet) auch die ältere vielleicht einen Tick mehr zugesagt hätte. Aber die neue ist noch in Ordnung. Somit bin ich gespannt wie sie insgesamt dann auf mich wirkt, wenn das Buch dann mal an der Reihe ist. Mich reizt Deine Beschreibung zum Inhalt sehr und außerdem die Erwähnung, dass es eines seiner wichtigeren Werke sein soll.
Dass die Eheleute Tolstoi ein schwieriges Eheleben führten, glaube ich auch. Das konnte ich mir schon unbesehen vorstellen, als ich damals Tolstois Gedankenwelt in seiner "Kreutzersonate" las. Für mich die Gedanken und Ideen eines Verirrten! Auch wenn die Sicht der Männer damals gewiss ganz anders war als heute. Und der Blick auf die Frauen für unsere heutige Zeit unschön. So waren Tolstois Ansichten, die er darin verpackt hat, auch vor dem Hintergrund noch erschreckend. Die Probleme, die seine Frau in ihren Romanen (den Inhalten nach zu urteilen) aufzeigt, spiegeln meine Eindrücke von damals erschreckend auf den Punkt gebracht wieder. Erschreckend. Aber das macht mir ihre Romane umso interessanter. Ich sehe schon: Ich sollte mich doch bald mal diesen spät veröffentlichten Romanen zuwenden. Bestimmt sehr interessante Einblicke.
Über "Letzte Nacht in Twisted River" berichte ich sehr gerne, falls ich ihn (bald) lese. Denn auch ich möchte schon lange John Irving für mich entdecken. Ich hatte "Witwe für ein Jahr" besonders für meine erste Irving-Begegnung ins Auge gefasst. Ich warte die ersten Stimmen zu dem neuen Irving noch ab und werde dann bei Zeiten entscheiden, welcher es wird. Denn dieser neuste Streich von ihm interessiert mich durchaus auch sehr! Es liest sich auch sehr gut an. Aber unterhaltsam schreiben kann er wohl sowieso immer. Dann entdecken wir ja beide vielleicht demnächst diesen Autor endlich mal für uns. Dass es bei Dir "Das Hotel in Hamphsire" sein wird, kann ich mir gut vorstellen. Passt ja perfekt in Dein Hotel-Projekt.

Deine Kontrast-Käufe, Binchen, sind klasse (auch wenn ich Dick & Felix Francis und John Irving, sowie Andrea DeCarlo nicht als Bücher mit Touch "wertvoll" sondern mit Touch "unterhaltsam" empfinde

). Auf Stuart MacBride habe ich auch wieder mal große Lust! Sein zweiter Band spielt ja im Sommer. So kann ich getrost dazu in den wärmeren Tagen greifen. Ich freue mich drauf! Und auf Deine Meinung zum dritten Band, wenn er denn dann bei Dir eingetroffen ist und Du ihn liest!
Und auch auf Deine Meinung zum dritten Band von Yrsa Sigurdardottir bin ich schon gespannt! Viel Freude mit Deinen tollen Neuzugängen! Und Nesbo muss ich irgendwann doch mal testen (vielleicht als Hörbuch, mal sehen).
Dass Du zur Londoner Unterstadt ein Kontrastprogramm brauchst, kann ich mir gut vorstellen! Denn der Stil ist sehr langsam, wie ich im Drood-Thread gelesen habe und wie ich auch selbst vermuten würde. Da kann man als Gegensatz etwas Tempo gut gebrauchen!
