ja, das Verleihen von Büchern ist so eine Sache! Ich mache das auch ausgesprochen ungern - nur bei ausgesuchten Personen (Britti, Du gehörst immer noch dazu - trotz Schutzumschlagssache
Britti: Das kann doch mal passieren! Ich weiß, dass Du auf meine Sachen immer ganz besonders acht gibst! Und den Schutzumschlag hast Du einfach nur besonders gut weggetan! Nicht schlimm... das Buch ist ja wohlbehalten zurück gekommen. Es hat nur keinen Schutzumschlag mehr. Nicht so schlimm!
Und wer weiß: Wenn Ihr für den Umzug das Haus räumt, findest Du ihn ja vielleicht noch!
Und wenn nicht: Kein Problem - wirklich nicht! (Und nein, liebe Britti, ich hätte Dich nicht am liebsten umgebracht! Andere wären vielleicht in Gefahr gewesen, aber nicht Du!
Bei dem Buch, wo nun der Schutzumschlag fehlt, handelte es sich übrigens um einen mir unvergesslich guten Krimi, der mich wirklich mit offenem Mund zurückgelassen hat: Die schwarze Kathedrale (Link führt zu meiner Rezension von damals) von Charles Palliser. Wie schade, dass das Buch vergriffen ist! Und auch sein anderes Buch - Quincunx (ein historischer Roman) - ist leider auch vergriffen. Das Buch hatte ich mal. Ich weiß gar nicht wo es hingeraten ist. Merkwürdig. Wollte ich immer mal lesen.
Viel schlimmer finde ich einen geriffelten Rücken bei TBs. Geknickte Seiten oder Eselsohren. Also solche Erfahrungen, wie Ihr teils schon gemacht habt (ich selbst auch - an solche Leute verleihe ich meine Schätze aber nicht mehr... ich bin da rigoroser geworden).
Lerne ich neue Menschen kennen und fragen sie mich ob ich ihnen ein Buch leihen könnte, erkläre ich, dass es meine Leidenschaft ist und eine Sammlung. Und dass das vielleicht eigen wirken mag, ich aber lieber nichts davon verleihen möchte.
Denn diese unachtsame Behandlung rührt ja daher, dass wir hier eine Leidenschaft in den Büchern sehen. Für andere ist es ein netter Zeitvertreib. Ein Gebrauchsgegenstand. Mehr nicht. Und deshalb wird er auch so behandelt.
Verstehen kann ich das zwar dennoch nicht! Denn wenn ich mir was leihe (ganz egal was!), dann gebe ich es in dem Zustand auch wieder zurück, in dem ich es erhalten habe! Ich würde es bei einem Missgeschick lieber neu kaufen, als dass ich etwas in schlechtem Zustand zurück geben würde!
ABER: Mir geht es wie Doris. Wenn ich ein Ersatz-Exemplar bekomme, ist es irgendwie nicht mehr MEIN Buch! Nicht DAS Buch, das ich gelesen habe! Vielleicht wirklich ein wenig verrückt - aber es gibt auch ein schönes Zitat, dass besagt, dass Bücher nicht beim Kauf sondern erst beim Lesen in den Besitz übergehen. Ich finde, da liegt viel Wahrheit drinnen. Sowohl, dass man sich dann erst den Inhalt angeeignet hat. Aber eben auch, dass es dann erst richtig MEIN Buch ist. Es kann nicht durch ein anderes Exemplar einfach so ersetzt werden.


