Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Petra » Mi 30. Mär 2011, 14:45

Hallo zusammen,

@Doris: Ich habe eben Deinen April-Stapel entdeckt. Sehr vielversprechend! Mit welchem wirst Du den neuen Monat wohl starten?

@Barbara: Ich bitte um Bericht zu Keyseling. Du und Barbara, Ihr macht darauf gerade (erneut) neugierig.

Deine Ergänzungen zu Colettes "Erwachende Herzen" haben mich auch gefreut. Ich denke, ich kann es so nun ganz gut einschätzen, und glaube auch, dass es dazu einer speziellen Lese-Stimmung bedarf. Dieses blumige, mit Metaphern durchsetzte, mag ich nicht immer. Da muss ich richtig Lust drauf haben, sonst wird das nichts.

So, so, Du bist zur Zeit etwas romantisch angehaucht. Ja, da liegt bestimmt an der Frühlingsluft! ;)

@Steffi: Du machst mir große Lust auf den 2. Band der Evadne Mount-Reihe. Schön zu hören, dass die Agatha Christie Krimis abermals persifliert werden, es aber nicht überzogen wirkt, sondern der Autor seinen Krimi und seine Figuren schon auch noch ernst nimmt. Diese Gratwanderung gelingt nicht jedem. Und dann kann man noch schön mitraten - klasse. Ist ja toll, dass Didonia Dir so ein schönes Buch aus Deinem SUB ausgewählt hat!

@Binchen: Ah, dann hat Inge Löhnig Dir richtig gut gefallen, wo Du schon auf den Folgeband im SUB schielst. Schön.
Liebe Grüße,
Petra


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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon JMaria » Mi 30. Mär 2011, 15:05

Josie hat geschrieben: "Sir Ernest Shakleton: Mit der Endurance ins ewige Eis: Meine Antarktisexpedition 1914-1917"


Hallo Josie,

ein Mann, der ebenfalls ein sehr abenteuerliches und rastloses Leben führte. Ich sah die Verfilmung mit Kenneth Branagh. Hat mir sehr gut gefallen. Kenneth Branagh ist ein toller Charakterdarsteller.

danke für den Lesetipp. Hab ich mir notiert. Es gibt eine schöne Piper-Ausgabe. :-)

Liebe Grüße
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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Josie » Mi 30. Mär 2011, 20:07

Liebe Maria, oh wie schön. Freut mich, dass ich auch mal einen Buchtipp geben konnte (schon der zweite diese Woche :D ). Meist bin ich hier ja doch der Nutznießer Eurer vielen tollen Vorschläge. :)

Die Verfilmung werde ich mir auf jeden Fall mal notieren, damit ich es nicht vergesse. Danke schön.

Und genau die Piper-Ausgabe ist auch auf meinem Wunschzettel. :) Diese gefällt mir auch sehr gut.
Liebe Grüße
Claudia


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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Binchen » Mi 30. Mär 2011, 22:01

@Steffi
Wie schön, dass Dich der 'Stilvolle Mord' so gut unterhält, wie er mich am Anfang des Jahres als Hörbuch unterhalten hat. Auch ich war ja von der humorvollen aber nicht überzogenen Darstellung angetan und mit dem tollen Sprecher Peter Franke begeistert, der den Figuren Leben einhauchen konnte, das noch glaubhaft war, aber den Humor nicht vernachlässigte.

@Josie - Ich glaube nicht, dass Ines Thorn noch in die Liga der Autorinnen aufsteigt, die Maria Dir gerade schmackhaft macht. Dafür ist sie zu sehr auf Wohlfühl-Charakter im historischen Bereich aus und hebt sich nicht genug ab. Deine Übersättigung würde sie sicher nicht mildern, sie wäre allenfalls mal eine Rückbesinnung. Wenn Du es mittlerweile etwas anspruchsvoller möchtest, dann möchte ich Dir das Buch zu einem meiner letzen Hörbücher empfehlen:

Tracy Chevalier: Zwei bemerkenswerte Frauen

Darin hat mich besonders fasziniert, wie die Frauen einerseits ihre Freundschaft pflegen möchten, andererseits auch um die Anerkennung ihrer Leistungen unter den Naturwissenschaftlern kämpfen und damit auch der Kirche Stoff zum Argumentieren bieten. Ein Stil der an Jane Austen erinnert, allerdings zwar nicht ganz mit ihr mithalten kann - aber eine faszinierende Sprache führt. Ich habe ja das Hörbuch, gesprochen von Eva Mattes und Rike Schmid genossen, kann mir aber das Lesen genauso intensiv vorstellen.
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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Barbara » Do 31. Mär 2011, 08:50

Liebe Petra,
Petra hat geschrieben:
@Barbara: Ich bitte um Bericht zu Keyseling. Du und Barbara, Ihr macht darauf gerade (erneut) neugierig.


Das mache ich doch gerne. Bis jetzt kann ich sagen, dass mir die Sprache, ähnlich wie bei Colette, sehr gut gefällt. Es handelt sich zwar um drei Erzählungen, was mir normalerweise nicht so liegt - Ich lese lieber ganze Romane oder kurze Romane; Kurzgeschichten und Erzählungen sind mir persönlich oft zu wenig vertiefend oder zu wenig "verzweigt". -, aber bis jetzt stört es mich nocht nicht.
Ich werde weiter berichten. Ich schätze heute komme ich nochmals ein gutes Stück weiter.

Deine Ergänzungen zu Colettes "Erwachende Herzen" haben mich auch gefreut. Ich denke, ich kann es so nun ganz gut einschätzen, und glaube auch, dass es dazu einer speziellen Lese-Stimmung bedarf. Dieses blumige, mit Metaphern durchsetzte, mag ich nicht immer. Da muss ich richtig Lust drauf haben, sonst wird das nichts.

Genau aus dem Grunde hatte ich es ja mal wieder weggelegt. Aber momentan passt es und da nutze ich die Gelegenheit und lese - genau wie den Keyseling, diese kleinen besondernen Geschichten. Wer weiß, wann ich wieder einmal in solche einer Stimmung bin. ;)

So, so, Du bist zur Zeit etwas romantisch angehaucht. Ja, da liegt bestimmt an der Frühlingsluft! ;)


;) ;)
:lesen_und_nachdenken:
Liebe Grüße
Barbara
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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Doris » Do 31. Mär 2011, 13:48

Hallo alle zusammen,

Petra, ich werde mit Liz Murray "Als der Tag begann" anfangen. Und zwar heute noch ;)

Kurzbeschreibung
Oft traurig und doch voller Witz und Lebensmut — eine wahre Geschichte vom Erwachsenwerden und Überleben

Liz Murray, aufgewachsen in der Bronx, Eltern drogensüchtig, mit 15 obdachlos, ohne Schulausbildung. Wie schafft sie den Absprung in ein Leben mit Zukunft? Liz Murray erzählt vom Erwachsenwerden, davon, wie sie ihre Eltern verliert und sich mühevoll ein Harvard-Stipendium erarbeitet, mit einer Sprache, die — anrührend und humorvoll zugleich — alles lebendig werden lässt.

Schon als kleines Kind weiß Liz Murray, was es heißt, am Existenzminimum zu leben. Armut und Hunger bestimmen den Alltag ihrer Familie. Doch obwohl die Hippie-Eltern drogenabhängig sind, erleben Liz und ihre Schwester Lisa nicht nur Elend und Leid. Im Gegenteil, ihr Vater ist ein schräger, aber liebevoller Mensch, und er bringt seinen Töchtern bei, nicht auf das Geschwätz der Leute zu hören, sondern der Welt kritisch zu begegnen. Die Momente des Glücks sind dennoch kurz. Mit 15 ist Liz obdachlos, schwänzt die Schule und zieht mit anderen Kindern, die auch nirgends hingehören, durch die Straßen. Erst als ihre Mutter an Aids stirbt, wird Liz klar, dass sie so nicht enden will. Mit großer Willenskraft und einem Durchhaltevermögen, das sie selbst erstaunt, schafft sie mit 19 ihren Highschool-Abschluss und macht ihren Weg bis an die Eliteuniversität Harvard.

Liebe Grüße
"Das richtige ist das intensive Buch. Das Buch, dessen Autor dem Leser sofort ein Lasso um den Hals wirft, ihn zerrt und nicht mehr los läßt - bis zum Ende nicht, lies oder stirb! Dann liest man lieber." Kurt Tucholsky
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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Didonia » Do 31. Mär 2011, 13:52

"Wilde Dichter" von Rüdiger Barth

Melville ist 25 Jahre alt, als er nach vier Jahren Seefahrt auf der "United States" am 3. Oktober 1844 im Hafen von Boston einläuft. Seine Seefahrt war aber nicht das, was man heutzutage darunter versteht.
Von seinem ersten Walfangzug desertierte er auf eine Insel. Die Einheimischen dort sollen Kannibalen gewesen sein. Doch er hatte Glück. Der Käptn eines Seelenverkäufers erfuhr, dass auf dieser Insel ein Seemann sein soll und ließ ihn "retten". Doch er kam vom Regen in die Traufe. Auf diesem Walfänger ging es noch schlimmer zu, als auf dem ersten.
Er sah noch einige andere Inseln und kritisierte in späteren Büchern die christliche Herrschsucht auf diesen Inseln.
Von Honolulu aus kann er endlich auf der "United States" Richtung Heimat anheuern. An Bord entdeckt er eine Schiffsbibliothek. Während seiner Freiwachen kann er sich dorthin zurückziehen und lesen. Einige seiner Schiffskameraden scheinen sich gut mit Büchern auszukennen und er findet Gesprächspartner inmitten des rauen Bordlebens.
"Eine Versuchung wird man nur los, indem man ihr nachgibt."

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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Josie » Do 31. Mär 2011, 14:43

Binchen hat geschrieben:@Josie - Ich glaube nicht, dass Ines Thorn noch in die Liga der Autorinnen aufsteigt, die Maria Dir gerade schmackhaft macht. Dafür ist sie zu sehr auf Wohlfühl-Charakter im historischen Bereich aus und hebt sich nicht genug ab. Deine Übersättigung würde sie sicher nicht mildern, sie wäre allenfalls mal eine Rückbesinnung. Wenn Du es mittlerweile etwas anspruchsvoller möchtest, dann möchte ich Dir das Buch zu einem meiner letzen Hörbücher empfehlen:

Tracy Chevalier: Zwei bemerkenswerte Frauen

Darin hat mich besonders fasziniert, wie die Frauen einerseits ihre Freundschaft pflegen möchten, andererseits auch um die Anerkennung ihrer Leistungen unter den Naturwissenschaftlern kämpfen und damit auch der Kirche Stoff zum Argumentieren bieten. Ein Stil der an Jane Austen erinnert, allerdings zwar nicht ganz mit ihr mithalten kann - aber eine faszinierende Sprache führt. Ich habe ja das Hörbuch, gesprochen von Eva Mattes und Rike Schmid genossen, kann mir aber das Lesen genauso intensiv vorstellen.


Vielen Dank auch für diesen tollen Buchtipp, Binchen.

Was Ines Thorn betrifft, so habe ich das eigentlich auch so gesehen, wie du es nun beschrieben hast: Vielleicht doch irgendwann nochmals Lust auf historische Romane zu bekommen. Vielleicht wäre die Übersättigung ja mit einem guten Buch wieder in den Griff zu bekommen. Wie gesagt, bei ihr war das eigentliche Reizwort "Frankfurt", sonst hätte ich sie vermutlich gar nicht beachtet. Was historisch Anspruchvolles hätte ich auch nicht erwartet, einfach gute, leichte Unterhaltung. Über einen Bericht würde ich mich also trotz der zwei hervorragenden Buchhinweise von dir und Maria freuen. :)
Liebe Grüße
Claudia


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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Petra » Do 31. Mär 2011, 15:43

Hallo zusammen,

@Doris: Beim lesen der Inhaltsangabe von "Als der Tag begann" brennt einem ja schon das Herz in der Brust, nicht wahr? Bestimmt ein sehr beeindruckendes Buch. Ich bin schon auf Deinen näheren Bericht gespannt. Erstaunlich, was Liz Murray geleistet hat! Und ein Beweis, dass man sich nicht in einen scheinbar vorgezeichneten Lebenslauf ergeben muss, sondern schlussendlich das Leben und die Zukunft selbst in die Hand nehmen kann. Tröstlich und mutmachend, für alle, die es nicht so einfach haben im Leben.

@Didonia: Wenn man sich überlegt, wie aufreibend so manches Leben verlief, welch Abenteuer so manch einer bestanden hat, dann weiß man erst mal, wie gut es einem geht, nicht wahr? Sehr interessant - Danke für die Infos zu Melville aus Rüdiger Barths "Wilde Dichter".
Liebe Grüße,
Petra


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Re: Leseerlebnisse 2011 - Ich lese gerade...

Beitragvon Didonia » Do 31. Mär 2011, 15:49

Petra hat geschrieben:@Didonia: Wenn man sich überlegt, wie aufreibend so manches Leben verlief, welch Abenteuer so manch einer bestanden hat, dann weiß man erst mal, wie gut es einem geht, nicht wahr? Sehr interessant - Danke für die Infos zu Melville aus Rüdiger Barths "Wilde Dichter".


Da hast Du recht, Petra. Aber ohne diese schlimmen Erlebnisse wäre Melville sicherlich nicht der berühmte Schriftsteller geworden, als den wir ihn kennen.
Alleine diese vier ersten Seejahre in seinem jungen Leben waren der Grundstock für seine ersten beiden Bücher. Die hätte er ansonsten nie schreiben können.
Und was ich bisher von ihm gelesen habe, war das Schreiben ja dann sein Leben.
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