Hallo zusammen,
ja, schau am besten bei Gelegenheit mal rein, Josie. Denn es ist wie Steffi sagt: Kein stringenter Handlungsstrang, sondern (Identitäts-)Entwürfe aneinandergereiht. Aber das macht auch den Reiz an
Gantenbein aus. Zumindest hatte es mich beim reinlesen so besonders angezogen. Und zudem durch die Sprache, in die es gefasst ist.
Mir reichte Marias Bestätigung auf meine Vermutung, dass man sich als Leser schon mal innerhalb der Entwürfe verliert. Darauf vorbereitet zu sein, ist mir schon wichtig. Denn Steffis Warnung ist schon berechtigt: Man muss gewiss in der richtigen Laune für das Buch sein. Sonst könnte einem schon mal die Romanhandlung fehlen. So auch mein Eindruck vom reinlesen.
steffi hat geschrieben:Man sieht, du hast schon öfters über die Frage der Identität und die Beziehungen des Ich zur Umwelt nachgedacht, da bin ich sicher, dass dir "Mein Name sei Gantenbein" weiteren Stoff zum Nachdenken gibt.
Das hast Du schön ausgedrückt. Und ja, so ist es. Habe ich in der Tat. Und finde das Thema absolut faszinierend. Das ICH ist so wenig fassbar. Mir gefällt auch, dass man sich bis zu einem gewissen Grad jeden Tag dazu entschließen kann, wie man sein will. Natürlich im Rahmen der eigenen Möglichkeiten (Stärken, Schwächen, Eigenschaften). Ein so weites Thema. Max Frischs Gedanken zur Identität und der Beziehung des Ichs zur Umwelt interessiert mich sehr. Somit ist defintiv auch "Stiller" für mich interessant.