Hallo zusammen,
die Szene mit dem sterbenden Elternteil in „Zusammenstöße“ hat mir ganz schön zu gesetzt. Das spricht aber für die Autorin. Sie hat es eingefangen, wie es ist. Absolut authentisch abgezeichnet. Sie muss selbst bereits ihre Eltern (oder zumindest einen Teil davon) verloren haben, sonst könnte sie die Szenerie, die Gedanken und Gefühle nicht so hervorragend beschreiben.
Damit kein falscher Eindruck entsteht: Der Verlust der Eltern, ihr alt werden und aus dem Leben scheiden, ist nur ein Teil dieses Romans. Eines der Themen, die Yael Hedaya hier behandelt. Und das muss auch so sein, es gehört zu diesem Buch. Denn es berichtet aus der Sicht zweier Menschen in mittleren Jahren heraus. Zu dieser Lebensphase gehört meinst das heranwachsen eines Kindes, und der Abschied von den Eltern. Erfreulich also, dass sich die Autorin nicht nur auf ihr Hauptthema – eine neue Liebe in mittleren Jahren – konzentriert, sondern auch dem drum herum Raum gibt. Denn es gehört dazu. Ich kann das für mich vollends bestätigen. Toll gemacht!
Bald ist es aus. Und ich bin gespannt, mit welchen Aussichten für die Zukunft für ihre Figuren die Autorin den Leser entlässt.
@Doris: Wie schön, dass Du wieder da bist und Dich zurück meldest!

Dass Du im Urlaub nicht zum lesen gekommen bist, spricht für einen gelungenen Urlaub! Ehrlich: Ich habe nicht viel anderes erwartet. Vielleicht, dass Du „Montauk“ liest. Aber mehr hätte mich dann schon überrascht. Denn ich weiß ja, wo Ihr überall hin wolltet. Da ist man doch so voller Eindrücke, dass ein Buch ausnahmsweise eher stören würden.
Das hält Dich trotzdem nicht ab, wie ich sehe, uns direkt hier wieder neugierig zu machen. Denn Dein erstes Buch nach dem Urlaub klingt schon wieder so verheißungsvoll! Drei Generationen auf einer
Reise – nicht nur in die alte Heimat Italien, sondern zu sich selbst. Emigration, Entwurzelung, und die Frage, wo man zu Hause ist, wo man hingehört. Da musst Du aber bitte unbedingt berichten!
@Trixie: Vielen Dank für die Verlinkung zu Deinen Rezensionen! Ganz toll – besonders auf die zu „Tod beim Tee“ habe ich mich sofort gestürzt! Verlinke, wenn Du magst, Deine Rezensionen gern öfter. So werden wir erinnert, bei Dir vorbei zu schauen. Denn der Blick lohnt!! Ich würde mich jedenfalls freuen. Scheue Dich also nicht.
Auf „Die drei ???“ machst Du mir richtig Lust! Und das, obwohl ich Jugendbücher nicht lese, seit ich ihnen entwachsen bin. Ich finde das aber oft schade. Umso mehr freue ich mich, wenn jemand mich anstößt, vielleicht doch noch mal einen Versuch zu starten. An das Hörspiel zu „Die drei Fragezeichen und der Super-Papagei“ kann ich mich noch gut erinnern. Da habe ich direkt die Worte
Errare humanum est im Kopf tönen. Ist das nicht irre, wie intensiv man sich an manches erinnert, was so lange zurück liegt, und im Grunde doch unbedeutend ist.

„Das Geisterschloss“ – da sagst Du was! Ich habe noch einen Film von den drei Fragezeichen. „Die drei ??? und das verfluchte Schloss“. Ob das wohl die Verfilmung von der Folge mit dem Geisterschloss ist? Jedenfalls erinnerst Du mich daran, dass ich den Film lange schon gucken wollte. Muss ich doch unbedingt mal machen. Ich bekomme gerade richtig Lust darauf!

Trixie hat geschrieben:Und ob. Es ist gut für mein Gewissen und meinen Seelenfrieden zu wissen, daß offenbar wirklich für jedes Buch einmal die rechte Zeit kommt, auch wenn es manchmal Jahre dauert
Das ist in der Tat eine beruhigende Feststellung, die ich hin und wieder auch mache. Sie sind nicht verloren, in den Tiefen des SUBs, auch wenn es mal etwas dauert.
