Hallo Barbara,
die Übersetzung Deiner und meiner Ausgabe von "Jenseits von Afrika" sind aber gleich. Sind ja auch beide von Manesse, meine kam letztes Jahr im März raus, Deiner erscheint nun ein Jahr später. Beide sind in der Übersetzung von Gisela Perlet und mit einem Nachwort von Ulrike Draesner.
Ja, "Afrika - Dunkle lockende Welt" ist gekürzt. Ich hatte das über eine editorische Notiz herausgefunden und ebenfalls über den Seitenvergleich. Ich schrieb:
Ein Hinweis in der editorischen Notiz lässt vermuten, dass die deutsche Ausgabe unter dem Titel „Afrika – dunkel lockende Welt“ gekürzt war. Explizit steht es da aber nicht drin. Ein Vergleich mit der Seitenzahl der kleinen Manesse-Ausgabe bestätigt das aber eigentlich. „Afrika – dunkel lockende Welt“ umfasst 482 Seiten, „Jenseits von Afrika“ 688 Seiten. Es scheinen auch keine unterschiedlichen Formate zu sein. Denn Manesse hat ja auch in einer sog. Corona-Reihe (und einigen anderen) Bücher in anderem Kleinformat herausgebracht.
Dass es für Dich lieber die klassische Manesse-Ausgabe wird, dachte ich mir. Würde ich an Deiner Stelle auch so machen, da Du die ja sammelst. Hier noch mal als Zitat meine Begeisterung über meine großformatige Manesse-Ausgabe - sie hat mich wirklich in Entzücken versetzt:
als ich gestern die schöne großformatige Manesse-Ausgabe von „Jenseits in Afrika“ aus der Folie befreite, schlug mein Herz höher! Das Cover ist wirklich so schön. Aber noch besser wird es, wenn man den Schutzumschlag abnimmt – was für ein Einband!! Etwas in der Art habe ich noch nie gesehen. Es weist eine Struktur auf, die aussieht aus wie das Fell eines Tieres. Keines speziellen Tieres. Aber die Assoziation ist einfach da. Farblich ist es in einen braunen Farbton gefasst, der an Afrika denken lässt. Und groß und Prägnant steht vorne auch AFRIKA drauf. Ganz, ganz toll und einzigartig. Jetzt bin ich allein deshalb schon froh, dass ich mich für diese Ausgabe entschieden habe.
Und hier noch etwas, was ich über die editorische Notiz und das Nachwort schrieb. Das ist für Dich bestimmt auch interessant, da Deine Ausgabe sich mit meiner ja deckt:
Sehr erfreulich ist auch, dass die editorische Notiz auf Details in der Übersetzung hinweist, die überdies zu meiner Zufriedenheit entschieden wurden. So wurde der Begriff des Negers (bei ihr eine von verschiedenen Bezeichnungen für die Ureinwohner Afrikas) z. B. als typisches Merkmal kolonialen Sprechens in der Übersetzung originalgetreu wiedergegeben. Begriffe und Ortsnamen, die Tania Blixen in englischer Sprache benannte, wurden englisch belassen.
Ein Nachwort von Ulrike Draesner gibt es. Und sehr viele Anmerkungen. Ich bin hochzufrieden mit dieser wunderbaren Ausgabe!
Wunderbar, wieviel Mühe sich Manesse mit seinen Büchern gibt, nicht wahr?