von Momo111 » So 21. Okt 2012, 13:11
Hat jemand das obige Buch gelesen?
Das Buch ist fantastisch, total authentisch geschrieben. Es liest sich von der ersten bis zur aktuellen Seite mit großem Interesse. Ich befinde mich gerade auf der 200sten Seite.
Ich habe ein wenig von meinem letzten Autor gelernt, von Sándor Márai, dass man Lebensweisen und Erfahrungen wertneutral betrachten sollte, da jede Erfahrung für den, der sie macht, eine Botschaft bereithält.
Der Trinker, ist Fallada super gut gelungen, die Figur darzustellen. Da ich mit dieser Gruppe von Menschen beruflich zu tun habe, kann ich wirklich sagen, Fallada ist ein Menschenkenner, Alkoholiker, da er selber auch einer war, gut und differenziert in der Charakterisierung zu beschreiben war. Selbstmitleid, Opferhaltung, Sensibilität aber auch auch Güte, so erscheint die Hauptfigur. "Der böse Trinker", oder "das geschieht ihm ganz recht, dass er eingesperrt worden ist", solche Gedanken kommen mir nicht. Im Gegenteil, in mir kommt das Gefühl auf, dass jeder in solche Situationen geraten kann.
Ob es Erwin Sommer, der Trinke,r ist oder seine Frau, in ihren Kämpfen habe sie beide recht, deshalb ziehe ich mich mit meinem Urteil zurück und lese hauptsächlich nur... .
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Momo111 am So 21. Okt 2012, 16:48, insgesamt 2-mal geändert.