Momos Lesetagebuch

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Irvin D. Yalom / Das Spinoza - Problem

Beitragvon Momo111 » Sa 5. Jan 2013, 20:52

Nun habe ich die Kurve wieder gekriegt, und lese wieder mit großem Interesse.
Alfred missbraucht seinen Analytiker, indem er sich innerlich weigert, an sich etwas zu verändern, nein, er möchte die Psychanalyse nur machen, um bei Hitler besser anzukommen, um sein Selbstbewusstsein dafür zu stärken. Wie ich schon vermutet hatte, wendet sich Hitler nun so langsam von Alfred ab, nachdem Hitler ihn nach dem geschneiderten Putschversuch als seinen Parteinachfolger wählte. Er benutzte Alfred, beauftrage ihn mit Aufgaben, die ihn zum Scheitern verurteilten. Alfred sieht sich als überdurchschnittlich intelligent, und ist der festen Überzeugung, dass die anderen, auch Goebbels zählt dazu, nur durchschnittlich seien, die nicht fähig wären, seine Ideologien zu verstehen. Hitler hat schon längst begriffen, dass in Alfred Rosenberg ein halber Jude steckt. Hitler missachtet Alfreds Arroganz, seine Überheblichkeit auch ihm gegenüber... .

Der Psychoanalytiker Friedrich Pfister hat an mehreren Supervisionssitzungen teilgenommen, und es ihm nun besser möglich wird, Alfred zu therapieren. Doch als er Alfred mit seinem Schatten konfrontiert, kapituliert der Patient und kündigt Friedrich die Sitzungen und den weiteren Kontakt.

Ich habe nun begriffen, weshalb zwei Welten in dem Buch geschildert werden. Bei Spinoza sind es die Juden, die sehr traditionell leben, und andere Juden aus ihren Gemeinden ausschließen, die sich den Riten wiedersetzen. Sie sind überzeugt, von Gott das auserwählte Volk zu sein und bewusst hielten sich die Juden getrennt von Nichtjuden. Eine sehr engstirnige Glaubensgruppe, im festen Bewusstsein, mit besonderem Blut ausgestattet zu sein. Die Lebensart wirkt auf mich arg fundamentalistisch.

Auf Spinoza fiel ein Attentat, sowie ein Attentat auf Hitler verübt wurde. Beide Welten in ihren Extremen.

@ Maria
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Zuletzt geändert von Momo111 am So 6. Jan 2013, 11:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Momos Lesetagebuch

Beitragvon JMaria » So 6. Jan 2013, 10:38

Hallo Momo,
hallo Shaftoe,

danke, daß du so ausführlich berichtest. Nach deinen weiteren Beiträgen habe ich das Buch als Einstieg vorerst mal gestrichen, obwohl der gestrige Eintrag und dein Durchbruch zum besseren Verstehen des 'Stoffes' schon wieder für das Buch spricht. Doch ich glaube, als Einstieg nehme ich mir lieber eins seiner anderen Romane, obwohl ich mich mit philosophischen Themen recht schwer tue.


Shaftoe,
dein Einwand war hilfreich. Solltest du dem Autor doch noch eine Chance geben, berichte bitte.
Schöne Grüße, Maria
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Re: Momos Lesetagebuch

Beitragvon Momo111 » So 6. Jan 2013, 11:46

JMaria hat geschrieben:Hallo Momo,
hallo Shaftoe,

danke, daß du so ausführlich berichtest. Nach deinen weiteren Beiträgen habe ich das Buch als Einstieg vorerst mal gestrichen, obwohl der gestrige Eintrag und dein Durchbruch zum besseren Verstehen des 'Stoffes' schon wieder für das Buch spricht. Doch ich glaube, als Einstieg nehme ich mir lieber eins seiner anderen Romane, obwohl ich mich mit philosophischen Themen recht schwer tue.


Shaftoe,
dein Einwand war hilfreich. Solltest du dem Autor doch noch eine Chance geben, berichte bitte.


Ok. Maria. Danke für dein Feedback. Ich werde heute das Buch zu Ende lesen.

Shaftoe,
ich finde auch, du solltes Yallom eine zweite Chance geben, aber ich gebe zu, dass Yallom nicht zu jedem passt.
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Erich Maria Remarque / Liebe Deinen Nächsten

Beitragvon Momo111 » Mo 7. Jan 2013, 14:50

Habe mit obigem Buch begonnen, und es gefällt mir genauso wie die anderen Bände, die ich von dem Autor gelesen habe.

Remarque zählt auch zu meinen Lieblingen!

Klappentext und Autorenportrait könnt ihr aus dem Blog entnehmen.
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Re: Erich Maria Remarque / Liebe Deinen Nächsten

Beitragvon JMaria » Mo 7. Jan 2013, 16:04

Momo111 hat geschrieben:Habe mit obigem Buch begonnen, und es gefällt mir genauso wie die anderen Bände, die ich von dem Autor gelesen habe.

Remarque zählt auch zu meinen Lieblingen!

Klappentext und Autorenportrait könnt ihr aus dem Blog entnehmen.



oja, Remarque, Erich Maria: Arc de Triomphe, habe ich auch gern gelesen !
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Re: Erich Maria Remarque / Liebe Deinen Nächsten

Beitragvon Momo111 » Sa 12. Jan 2013, 23:59

JMaria hat geschrieben:
Momo111 hat geschrieben:Habe mit obigem Buch begonnen, und es gefällt mir genauso wie die anderen Bände, die ich von dem Autor gelesen habe.

Remarque zählt auch zu meinen Lieblingen!

Klappentext und Autorenportrait könnt ihr aus dem Blog entnehmen.



oja, Remarque, Erich Maria: Arc de Triomphe, habe ich auch gern gelesen !


Hallo Maria,
Liebe Deinen Nächsten war auch super toll. Eine Herzensbildung... .
Kann ich jedem Remarque-Liebhaber empfehlen.

Schönen Sonntag euch allen!
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Re: Momos Lesetagebuch

Beitragvon JMaria » So 13. Jan 2013, 14:23

Erich Maria Remarque: Liebe deinen Nächsten

Hallo Momo,

deine Buchbesprechung habe ich mir durchgelesen. Schon in Arc de Triomphe wird die Problematik der Flüchtlinge ohne Papiere am Rande thematisiert. mir scheint in Liebe deinen Nächsten war es Remarque nochmals ein Bedürfnis darüber zu schreiben.

Du hast mich auf das Buch neugierig gemacht.

Dir auch einen schönen Sonntag.
Schöne Grüße, Maria
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Erich Maria Remarque / Liebe Deinen Nächsten

Beitragvon Momo111 » So 13. Jan 2013, 14:58

Schon in Arc de Triomphe wird die Problematik der Flüchtlinge ohne Papiere am Rande thematisiert. mir scheint in Liebe deinen Nächsten war es Remarque nochmals ein Bedürfnis darüber zu schreiben.


Ja, Maria, du hast recht. Diese Themen wiederholen sich in all seinen Büchern, die ich bisher von ihm gelesen habe, aber das vorliegende Buch macht das Thema zum Schwerpunkt... .
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Re: Erich Maria Remarque / Liebe Deinen Nächsten

Beitragvon JMaria » So 13. Jan 2013, 16:28

Momo111 hat geschrieben:
Schon in Arc de Triomphe wird die Problematik der Flüchtlinge ohne Papiere am Rande thematisiert. mir scheint in Liebe deinen Nächsten war es Remarque nochmals ein Bedürfnis darüber zu schreiben.


Ja, Maria, du hast recht. Diese Themen wiederholen sich in all seinen Büchern, die ich bisher von ihm gelesen habe, aber das vorliegende Buch macht das Thema zum Schwerpunkt... .



Ist auf meine Merkliste gewandert. Danke für den Buchtipp.
Schöne Grüße, Maria
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Re: Erich Maria Remarque / Liebe Deinen Nächsten

Beitragvon Momo111 » So 13. Jan 2013, 16:30

JMaria hat geschrieben:
Momo111 hat geschrieben:
Schon in Arc de Triomphe wird die Problematik der Flüchtlinge ohne Papiere am Rande thematisiert. mir scheint in Liebe deinen Nächsten war es Remarque nochmals ein Bedürfnis darüber zu schreiben.


Ja, Maria, du hast recht. Diese Themen wiederholen sich in all seinen Büchern, die ich bisher von ihm gelesen habe, aber das vorliegende Buch macht das Thema zum Schwerpunkt... .



Ist auf meine Merkliste gewandert. Danke für den Buchtipp.

Ok Maria. Ich glaube, es wird dir gefallen.
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