Hallo ihr,
da bin ich auch mal wieder

. Ich bin immer noch mit dem Tiger unterwegs... der Anfang des Buches hat sich für mich ein wenig gezogen, muss ich sagen. Ich glaube aber, dass er wichtig ist, um den Rest nachvollziehen und verstehen zu können.
Es ist die Geschichte von Piscine Molitor Patel, genannt Pi, der mit seinem Bruder sozusagen mitten im Zoo von Pondicherry in Südindien aufwächst, der seinen Eltern gehört. Pi lernt durch die Nähe zum Zoo schon früh vieles über (wilde) Tiere und ihr Verhalten, etwas, das ihm später noch sehr viel nutzen wird. Er ist gleichzeitig gläubiger und praktizierender Hindu, Christ und Moslem, sehr zum anfänglichen Missfallen seiner Eltern und natürlich der Geistlichen dieser drei Religionen. Aber wenn alle Religionen doch auf der Liebe basieren, warum dann nicht an alle glauben, denkt sich Pi und setzt sich durch.
Als der Unmut über die indische Regierung und die damit verbundene Sorge beim Vater wachsen, beschließt die Familie, nach Kanada auszuwandern und besteigt mit einem Teil der Zootiere einen japanischen Frachter, der leider mitten auf dem Pazifik sinkt. Pi findet sich in einem Rettungsboot wieder, das er u. a. mit einem ausgewachsenen bengalischen Tiger namens Richard Parker teilen muss.
Ich denke, dass ich an dieser Stelle nicht zuviel verrate, denn dass der Tiger an Bord ist, dürfte ja weithin bekannt sein

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So langsam nimmt das Buch für mich an Fahrt auf, und ich glaube, dass ich für den Rest nicht mehr so lange brauchen werde

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Wie sich Pi mit Richard Parker arrangiert, was er sich einfallen lässt und wie er überlebt, das sind Dinge, auf die ich nun sehr gespannt bin! Und auch darauf, welche Rolle die verschiedenen Religionen noch spielen werden, denn ich könnte mir auch einige philosophische und religiöse Ansätze in der weiteren Handlung vorstellen.
Das Buch ist als Geschichte in der Geschichte jeweils in der Ich-Form geschrieben.
Der Autor begegnet auf einer Indien-Reise einem Mann, der ihm die faszinierende Geschichte von Pi erzählt, woraufhin der Autor Pi aufsucht und sich von ihm selbst die Geschichte erzählen lässt und diese aufschreibt. Sowohl der Autor als auch Pi erzählen in der Ich-Form, so dass Pi aus zweierlei Sichtweisen betrachtet wird, von "innen" als Ich-Erzähler und von außen durch die Augen des Autors. Man kann die Kapitel, die Pi selbst erzählt und die, die der Autor erzählt (das sind ohnehin nur sehr wenige) anhand der unterschiedlichen Schrift auseinanderhalten.
Dieses ganze "Arrangement" suggeriert dem Leser, dass es sich um eine wahre Begebenheit handelt. Ob es wirklich so ist??? Ich glaube nicht...
Eines weiß ich aber jetzt schon: Den Film möchte ich entgegen meiner bisherigen Einstellung nun aber doch unbedingt sehen!
